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Buddhas Lehre und die SBU
Die Lehre des Buddha will uns nicht
belehren, was die Wahrheit sei; sie lehrt uns zu entdecken, was
wirklich ist.
Das Rad ist das Symbol der Lehre Buddhas. Sie wird in
Sanskrit "Dharma", in Pali "Dhamma" genannt, was übersetzt
heisst:
"Lehre", "Naturgesetz" oder einfach "so wie es ist".
Als
Prinz Siddharta vor 2500 Jahren realisierte, wie der andauernde
Kreislauf von Geburt, Alter, Krankheit und Tod die Menschen gefangen
hält, wurde er Buddha der Erwachte. Er sah, wie wir darunter
leiden, dass alles, was entsteht wieder vergeht; wie wir aus einer
illusionären Vorstellung von uns selbst und der Welt an Dingen und
Verhaltensweisen festhalten, sie ablehnen oder nicht wahrhaben
wollen; dass diese Illusion überwunden werden kann; und wie wir
leben können, um uns völlig davon zu befreien. Diese Erkenntnis
wurde zur Grundlage der buddhistischen Lehre und ist als die Lehre
von den vier edlen Wahrheiten bekannt geworden:
1. Die Wahrheit des Leidens 2. Die Wahrheit der
Entstehung des Leidens 3. Die Wahrheit von der Überwindung des
Leidens 4. Die Wahrheit des Weges, der zur Befreiung führt
Diesen Weg hat er als den edlen achtfachen Pfad
beschrieben. Dazu gehören:
rechte Anschauung, rechte Lebensführung, rechte
Absicht, rechte Anstrengung, rechte Rede, rechte Achtsamkeit,
rechtes Handeln, rechte Meditation.
"Recht"
ist hier nicht im Gegensatz zu "falsch" gemeint. Wenn wir den Weg gehen,
beginnen wir durch Studium und Praxis herauszufinden, was jenseits
von Dogmen und Vorurteilen in welcher Lebenssituation angemessen,
"recht" ist.
Die Lehrreden des Buddha wurden nach seinem Tode aufgeschrieben und
haben, seit sie übersetzt sind, auch im Westen viele Menschen erreicht.
Sie befassen sich nicht mit der Frage, wie die Welt entstanden ist oder
warum es sie gibt, sondern enthalten Anleitungen wie der Mensch im Hier
und Jetzt glücklicher und zufriedener leben kann.
Neben der schriftlichen hat sich auch die Tradition der mündlichen Überlieferung
in ununterbrochener Folge von Generation zu Generation bis in die Gegenwart
erhalten. Deshalb werden die Einsichten Buddhas auch heute lebendig
vermittelt. Auch die Praxis der Meditation wird mündlich überliefert.
Sie hilft uns, die Lehre zu verstehen und unsere Entdeckungen in den
Alltag zu integrieren.
Grundlegende Praxis ist die Übung der Achtsamkeit. Durch die sanfte
Rückkehr der Aufmerksamkeit auf einfache Dinge wie unseren Körper und
den Atem, kann unser Bewusstsein zur Ruhe kommen und klarer werden.
Indem wir direkt erfahren ohne zu werten entdecken und entwickeln
wir echte Freundlichkeit zu uns selbst und anderen, Mitgefühl und Gleichmut.
In der zweieinhalbtausendjährigen Geschichte der buddhistischen Tradition
hat sich die Gemeinschaft der Praktizierenden (Sangha) immer wieder
in verschiedenen Formen gezeigt. Einmal war es mehr die klösterliche
Tradition der Mönche und Nonnen; ein anderes Mal jene der Praxis in
der Einsiedelei, zu der die Yogis des Himalaja gehören; dann wieder
waren es mehr die praktizierenden Laien, die im Vordergrund standen.
Alle drei haben zusammengewirkt und sich gegenseitig bereichert. Und
alle drei Traditionen bestehen auch im Westen weiter.
Die Schweizerische Buddhistische Union ist ein Forum für die Arbeit
an den gemeinsamen Anliegen buddhistischer Zentren und Einzelpersonen
in der Schweiz. Sie hat sich folgende Ziele gegeben:
- die verschiedenen buddhistischen Gemeinschaften in der Schweiz zu
unterstützen und ihre freundschaftliche Zusammenarbeit zu fördern;
- die Lehre Buddhas in der Schweiz bekannt zu machen und ihre Ausübung
zu erleichtern;
- mit buddhistischen Organisationen im Ausland, insbesondere mit der
Europäischen Buddhistischen
Union zusammenzuarbeiten;
- die gemeinsamen buddhistischen Interessen gegenüber den schweizerischen
Behörden zu vertreten;
- Kontakt mit anderen Religionsgemeinschaften in der Schweiz zu pflegen;
- über die buddhistischen Aktivitäten in der Schweiz zu informieren
und diese zu dokumentieren;
- gemeinsame Vorträge, Informationsveranstaltungen und Kurse über den
Buddhismus im allgemeinen zu organisieren.
Die SBU vertritt keine spezielle buddhistische Schule. Sie ist für alle
buddhistischen Richtungen und Traditionen auf der Basis der "Vier edlen
Wahrheiten" offen.
Die SBU verfolgt weder politische noch kommerzielle Ziele.
Die SBU befindet sich in einer Aufbauphase: Wir versuchen, unsere Arbeit
bekannt zu machen und mit möglichst vielen Zentren und Einzelpersonen
in Kontakt zu kommen. Dabei sind wir auch daran interessiert, Menschen
zu finden, die die SBU im Sinne ihrer Ziele finanziell, mit ihrer Mitarbeit
oder ihrem Fachwissen unterstützen möchten.
Falls Sie an Informationen über Meditations- und Studienkurse interessiert
sind, wenden Sie sich an ein Zentrum, von dem Sie sich angesprochen
fühlen: Adressen
Als Einstiegslektüre können wir Ihnen einige Bücher empfehlen.
Literatur
Eine
Zusammenfassung über den Buddhismus finden Sie hier |