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Date:Saturday, November 18, 2017 at 10:56:08 AM
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Schweizerische Buddhistische Union
SBU – Schweizerische Buddhistische Union

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Société Bouddhique Suisse Jôdo-Shinshû

Der Shin-Buddhismus ist hervorgegangen aus dem breiten Strom der Mahayana-Lehre des sogenannten „Reinen Landes“.

In Indien entstanden, gelangte diese Lehre über Kaschmir und die Seidenstraße schließlich nach China (2. Jh. u.Z.), wo sie eine große Blüte erlebte. Von China kam sie nach Korea und von dort schließlich nach Japan (552 u.Z.).

Im Zentrum dieser Lehre steht die Gestalt des Buddha Amitâbha, d.h. Unendliches Licht, der auch Amitâyus heißt, d.h. Unendliches Leben, und in Japan unter dem Namen Amida bekannt ist. Er ist die zentrale Gestalt des geistigen Landes „Sukhâvatî“, das in westlicher Richtung liegt und in dem wiedergeboren zu werden das Ziel aller Shin-Buddhisten darstellt. Das Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, ist das sogenannte Nembutsu, d.h. die Rezitation des Namens des Buddha Amida. Dies geschieht entweder in der ausführlichen Form „Namo Amida Butsu“ oder, häufiger, in der Kurzform „Nam’An’da Bu, Nam’An’da Bu“.

In Japan war die Lehre des Reinen Landes nicht von Anfang an als eigenständige Schule organisiert, sondern sie war eingebettet in die Lehrtradition verschiedener großer buddhistischer Schulen (Tendai, Kegon, Hosso). Erst im 13. Jahrhundert, in der Kamakura-Zeit, kam es zur Gründung von eigenen amidistischen Schulen, den Jôdo-Schulen oder Schulen des Reinen Landes.

Die bedeutendste dieser neuen Schulen war die von dem Heiligen Mann Shinran (Shinran Shônin, 1173–1263) begründete Jôdo-Shinshû, d.h. Wahre Schule des Reinen Landes. Ihr Gründungsdatum wird im allgemeinen mit 1224 angegeben, dem Erscheinungsjahr von Shinrans Hauptwerk „Kyo-gyo-shin-sho“ (Lehre, Praxis, Glaube und Verwirklichung gemäß der Schule des Reinen Landes).

Nach Shinrans Tod gründeten seine Schüler zahlreiche Tempel, die sich in verschiedenen Zweigen organisierten und seine Lehre bis auf den heutigen Tag weitergaben.
In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts begann die Shinshû auch in Europa Fuß zu fassen.
Der Pionier in dieser Sache war Rev. Harry Pieper (1907–1978) aus Berlin. Nach 30 Jahren buddhistischer Praxis (Theravâda, Vajrayâna) war er immer noch auf der Suche. Als er im Jahre 1954 der Lehre Shinrans begegnete, fand er darin Synthese und Ziel all seiner Bestrebungen. Er schloß sich dem Nishi-Honganji-Tempel von Kyoto an und erhielt von dessem Oberhaupt Kosho Ohtani die Ordination für Europa übermittelt. Trotz bescheidenster finanzieller Mittel, starker beruflicher Beanspruchung und zahlreicher körperlicher Leiden war Rev. Pieper unablässig bemüht, die Lehre Shinrans bekanntzumachen und an andere weiterzugeben.